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Die Kunst der Fotografie

Schon seit Jahrzehnten beschäftigt die Kunstwelt die Frage, ob Fotografie als Kunst gilt?

Im heutigen Zeitalter von Instagram, Snapshat und Handybilder lässt sich die Frage nicht einfacher beantworten und macht vielen Fotografen das Leben schwer. Spätestens mit der Erfindung des Smartphones ist es nun jedem möglich Bilder in sintflutartiger Schnelle zu erstellen und mit anderem im Netz zu teilen. Es gibt Fotostudios die es jedem ermöglichen eigene Portraits zu machen. Man mietet sich für kurze Zeit ein und alles ist aufgebaut, Licht, Hintergrund und Stativ. Nur noch der Auslöser ist zu drücken und das Bild steht. Es sind Hände mit Smartphones in der Luft bei Konzerten, Fußballspielen und Museumsbesuchen zu sehen. Selbst bei so intimen Momenten wie einer Geburt wird das Handy gezückt und dieses Erlebnis in den Netzwerken geteilt. Manchmal ist zu fragen, ob statt auf den Auslöser lieber auf den Delete Knopf zu drücken ist.

Foto zeigt eine Frau im Bilderrahmen

Die Frage ist zu stellen: Was ist überhaupt ein gutes Foto?

Und wer darf sich Fotograf nennen?“ Noch schwerer ist die Antwort auf die Frage, die noch genauso aktuell ist wie vor hundert Jahren: “ Wann ist eine Fotografie Kunst und wann nur ein Schnappschuss?“

"Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der Unbegabten und der Faulen." Dieses Urteil fällte der französische Dichter Charles Baude.

Nachdem 1839 die Fotografie erfunden wurde, entstanden überall Ateliers und somit wurde sie zunehmend erfolgreicher. Erstmals gab es eine Alternative zur Portraitmalerei, die doch für viele teuer und zeitraubend war. Seit dem Aufkommen der ersten Kamera stehen die Kunst und die Fotografie bei vielen in Konkurrenz. Doch sollte man es nicht als Konkurrenz sehen. Vielmehr ist es eine Bereicherung für beide Seiten. Die Technik der Fotografie hat den Stil der Künstler genauso beeinflusst wie umgekehrt.

"Was auch immer ein Foto dem Auge zeigt und wie immer die Gestaltung ist, es ist doch alle mal unsichtbar: Es ist nicht das Foto selbst, das zu sehen ist.“ Wendy McMurdo.

Fotografie ist Kunst. Verschiedene Stilmittel und nicht der flache Schnappschuss bringen eine Fotografie, die abschließend auch Kunst ist. Unschärfe, Körnung, schwarz-weiß oder farbig, analog oder digital, Perspektive, Ausschnitt und Augenblick – das sind die unterschiedlichen Stilmittel. Auch ein Amateur kann Kunst in die Fotografie bringen. Jeder Bildermacher ist gezwungen sich ständig zu hinterfragen, was er erzählen möchte und wie er die Betrachter erreicht.

Jeder darf sich selber Fragen: Ist das Kunst oder kann das weg?

Wie bei jeder Kunstform, so ist es auch bei der Fotografie. Und das ist doch das wichtigste. Es ist nicht vorzugeben, ob dieses oder jenes als Kunst zu bezeichnen ist, sondern jeder darf sich selber die Antwort geben.

Schauen wir uns die nachfolgenden Fotografien an und versuchen wir die Frage zu beantworten: “Sehen wir in diesen Fotografien Kunst“ und „was ist die Kunst in diesen Fotografien“?

Fotokunst zeigt einen Mann auf dem Waldboden

Bei diesem Foto ist das Stilmittel der Schwarz-Weiß-Fotografie in den Vordergrund gestellt. Aber warum? Durch den Verzicht auf Farbe möchte die Fotografin den gewollten Ausdruck, ihre Botschaft und die Intention, die sie mit dem Bild verbindet untermauern. Wir sehen einen Mann der auf dem Waldboden liegt und ruht. Es wird eine Symbiose aus Natur und Mensch dargestellt. Mit anderen Worten, die Künstlerin möchte ausdrücken, dass die Natur und der Mensch etwas sehr ursprüngliches sind und auf natürliche Art und Weise in einer Verbundenheit stehen. Dies wird unter anderem durch die Positionierung des Körpers, aber eben auch durch die Schwarz-Weiß-Gestaltung der Fotografie, hervorgehoben.

Der Fotokünstler hat dieses Foto "Der Genuß der Renaissance" genannt. Was aber ist die Aussage, die dieses Foto prägt? Als Stilmittel ist der Augenblick in den Fokus gerückt. Es wird eine offensichtlich gut betuchte junge Dame aus dem Zeitalter der Renaissance gezeigt. Ihr Gesichtsausdruck verrät uns, dass sie für die damalige Zeit keck und selbstbewusst ist. Und die Popcorntüte, was ist mit ihr, welche Deutung lässt sie zu? Die Renaissance ist eine europäische Kulturepoche, die den Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit dokumentiert. Die Menschen haben in ihrer Lebensgeschichte viele derartige Übergänge von einer zur anderen Epoche erlebt. Und auch in Zukunft werden wir vor solchen Herausforderungen stehen. Die Renaissance ist gute 400 Jahre her, die Popcorntüte ist eine Errungenschaft der Gegenwart. Dies in Verbindung zueinander in einer Fotografie festzuhalten, soll uns die Schnelllebigkeit der Zeiten vor Augen halten.

Sicherlich, die Interpretation von Kunst ist immer eine gewagte Thematik. Es ist aber eben immer wieder das Bewundernswerte an ihr, wie sich im Vorfeld der Künstler darüber Gedanken macht, was er uns sagen will und im Nachgang dies in einem Kunstobjekt umsetzt.

Die Fotografie hat durchaus ihre Parallelen zur Malerei. In der Kunst der Fotografie werden häufig reale Bezüge in eine fantastische und vermeintliche Parallelwelt übergeben. Häufig werden dabei neueste digitale Techniken verwendet, die das Fotokunstwerk in Perfektion darstellt.

Foto mit einer Frau aus der Renaissance
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